FAQ´s eliotec

Steckerfertige Photovoltaik-Anlagen sind auch unter den Bezeichnungen Mini Photovoltaikanlagen, Stecker-Solaranlagen, Plug and Play-PV, Stecker-Solargeräte oder Balkonmodule bekannt. Sie sind, verglichen zu normalen Photovoltaikanlagen, so klein und leicht, dass sie beispielsweise direkt an einer Balkonbrüstung angebracht werden können. Technisch gesehen bestehen sie aus mehreren Solarmodulen (Solarpanelen) und einem sog. Wechselrichter und werden mittels einer speziellen Steckdose direkt an den eigenen Haus- oder Wohnungsstromkreis angeschlossen. Der dadurch erzeugte Strom kann direkt im Haushalt verbraucht werden. Der produzierte Strom fließt beispielsweise von der Steckdose am Balkon zum Fernseher, Tiefkühlfach und der Waschmaschine, die mit anderen Steckdosen im Haushalt verbunden sind. Dadurch wird weniger Strom aus dem öffentlichen Netz verbraucht. Der eigene Stromzähler läuft langsamer. Falls der produzierte Strom durch die Stecker-Solaranlage nicht für den kompletten Betrieb aller im Haushalt angeschlossenen Geräte reichen sollte, fließt einfach Strom von Ihrem Versorger aus dem Netz dazu.

Die verwendeten Module sind unterscheiden sich bei großen und kleinen Anlagen nicht. Der einzige Unterschied ist die Menge der Module, also die maximale Leistung der Anlage. Außerdem muss bei Balkonanlagen die Leistung auf 600 W begrenzt werden

Photovolatikanlagen werden auf Dächern fest installiert und können nur mit einem erheblichen Aufwand entfernt und auf ein anderes Gebäude angebracht werden. Die Solarmodule sind groß und schwer und können daher nicht auf anderen Oberflächen installiert werden. Sie haben eine Leistung zwischen 3 und 20 Kilowatt.

Stecker-Solaranlagen hingegen können durch ihre kleineren Maße und ihr leichtes Gewicht auf unterschiedlichen Oberflächen angebracht werden, wie beispielsweise Balkonen und Gartenhausdächern. Sie können problemlos bei einem Umzug mitgenommen und im neuen Haushalt weiterverwendet werden und haben eine Leistung von bis zu 600 Watt.

Stecker-Solargeräte sind durch ihre Maße und ihr vergleichsweise geringes Gewicht auf einer Vielzahl von Objekten installierbar, beispielsweise auf:

  • Balkonen
  • Terassen
  • Garagendächer

Wir beraten Sie kostenlos und führen regelmäßig unabhängige Infoveranstaltungen für die Solaroffensive durch.

Die mit einer Stecker-Solaranlage erzeugbare Strommenge und ihre Wirtschaftlichkeit hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab. Wichtige technische Rahmenbedingungen sind:

  • Anzahl und Leistung der Module
  • Orientierung der Module (Himmelsausrichtung und Neigungswinkel)
  • Sonnenbestrahlungswerte (beeinflusst durch Lage, Wetter und ggf. Verschattung)

Darüber hinaus spielen die individuellen Stromverbrauchsdaten des eigenen Haushalts eine entscheidende Rolle. Dazu gehören insbesondere die Höhe und der zeitliche Verlauf des elektrischen Energieverbrauchs. Auch die Bereitschaft der Haushaltsbewohner*innen, ihre Verbrauchsgewohnheiten der Verfügbarkeit von Solarstrom ein Stück weit anzupassen, hat maßgeblichen Einfluss auf die Quote des selbst verbrauchten Solarstroms und damit auf die Wirtschaftlichkeit. Muss z.B. die Spülmaschine oder die Waschmaschine immer zwingend über Nacht laufen, wenn die Sonne nicht scheint?

Ebenfalls wichtig ist schließlich, wie sich die Strombezugspreise des Energieversorgers über die gesamte Nutzungszeit der Stecker-Solar-Anlage entwickeln werden. Eine verlässliche Prognose ist schwierig, aber die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Zukunft lassen weiterhin deutlich steigende Energiekosten erwarten.

Durch eine Stecker-Solaranlage können Sie Ihren eigenen grünen Sonnenstrom erzeugen und diesen direkt im Haushalt verbrauchen. Dadurch tun Sie nicht nur gutes für die Umwelt, sondern schonen langfristig auch Ihren Geldbeutel, da Sie weniger Strom aus dem öffentlichen Netz verbrauchen.

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin hat sich intensiv mit all diesen Fragestellungen beschäftigt und einen Simulator entwickelt, der eine grobe Abschätzung für die häufigsten praxisrelevanten Installations- und Einsatzbedingungen von Stecker-Solar-Anlagen ermöglicht. Bei einer typischen Dimensionierung einer Stecker-Solar-Anlage mit zwei Modulen und einer Leistung von insgesamt 600 kWp ist demnach in etwa mit folgenden Werten zu rechnen:

  • Jährliche Stromerzeugung pro Jahr zwischen 350 und 550 kWh
  • Eigenverbrauch (= vermiedener Strombezug) zwischen 200 und 400 kWh Jahr
  • Selbstversorgunganteil damit üblicherweise zwischen 10% und 15%
  • Vermiedene CO2-Emissionen über eine Laufzeit von 20 Jahren zwischen 1.000 und 2.000 kg

Damit gibt es auch für die Frage, ab wann sich eine Stecker-Solar-Anlage wirtschaftlich rechnet, keine eindeutige Antwort, da alle o.g. Faktoren maßgeblich sind. Und natürlich spielen auch Anschaffungskosten und ggf. vorhandene kommunale Fördermöglichkeiten eine Rolle.

Wenn Sie ambitionierter Heimwerker sind, sich eine Stecker-Solar-Anlage im Internet bestellen, die elektrische und wettersichere Installation selbst vornehmen, die erforderlichen Anmeldungsverfahren selbst in die Hand nehmen und optimale Bestrahlungsverhältnisse für Ihre Stecker-Solar-Anlage bieten können, dann kann die Amortisation bereits nach sechs bis acht Jahren erreicht werden.

Wenn die möglichst schnelle Amortisation nicht an erster Stelle für Sie steht und Sie stattdessen die fachgerechte und sichere Installation sowie alle Anmeldeverfahren lieber uns überlassen wollen, dann sollten Sie in Abhängigkeit von den bei Ihnen vorhandenen Bestrahlungsverhältnissen und Ihrem Verbrauchsverhalten eher mit Amortisationszeiten in der Größenordnung von zehn bis 15 Jahren rechnen.

Auf mittlere Sicht rechnet sich Ihr Engagement aber auf jeden Fall. Und für die
Umwelt zählt Ihr Beitrag zur Klimawende bereits ab dem ersten Tag.

Ja. Seit Mai 2018 existiert eine DIN Norm in Deutschland, die besagt, dass SteckerSolaranlagen in einen vorhandenen Stromkreis einzubinden sind. Allerdings bedarf es einer gründlichen Überprüfung der Steckdose, des Zählers sowie des Stromkreises sowie verschiedener Anmeldungen, beispielsweise bei Ihrem lokalen Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister. Unsere Spezialisten übernehmen für Sie gerne sowohl die technischen Überprüfungen und Einrichtungen, als auch die notwendigen Anmeldungen.

Ja. Bei der Nutzung eines vorhandenen Stromkreises muss durch eine Elektrofachkraft überprüft werden, ob die Leitung für eine Einspeisung von Solarstrom geeignet ist. Um den Stromkreis vor einer Überlastung und vor Brand zu schützen ist es zudem ggf. erforderlich, die vorhandene Sicherung gegen eine kleinere zu tauschen. Zudem kann bei der Inbetriebnahme einer Stecker-Solaranlage keine normale Haushaltssteckdose genutzt werden. Stattdessen ist eine spezielle Energiesteckdose notwendig, die fachmännisch installiert werden muss. Unsere erfahrenen Elektriker übernehmen die Überprüfungen und Anpassungen gerne für Sie.

Ja. Da es sich funktionstechnisch um eine normale Photovoltaikanlage handelt, bestehen die gleichen Rechte und Pflichten. Stecker-Solaranlagen dienen in erster Linie zur Deckung des Eigenbedarfs, allerdings wäre es auch möglich von der EEGEinspeisevergütung zu profitieren und damit Geld zu verdienen. Zu beachten ist hierbei: Der eingespeiste und dadurch vergütete Strom ist in der Menge nicht mit großen Photovoltaikanlagen vergleichbar.

Ja. Netzbetreiber müssen bei großen Verbrauchgütern wissen, wo diese im Netz vorkommen. Das beschleunigt bei evtl. auftretenden Störungen im Netz die Ursachenfindung.

Wir kümmern uns gerne alle notwendigen Anmeldungen und lassen Ihnen anschließend die gesammelten Dokumente zukommen.

Nein. In Deutschland sind Stecker-Solaranlagen mit einfachen Schutzkontaktsteckern nicht zulässig. Es bedarf daher einer speziellen Energiesteckdose. Besonders wichtig ist, dass mehrere Anlagen niemals über eine Mehrfach-Verteilersteckdosen an eine Haushaltssteckdose angeschlossen werden dürfen, da durch eine ggf. Überlastung der Leitung dann Brandgefahr besteht!

Wir beraten Sie kostenlos und führen regelmäßig unabhängige Infoveranstaltungen für die Solaroffensive durch.

Für den Betrieb einer Balkonsolaranlage sind Zweirichtungszähler nicht zwingend vorgeschrieben. Vorgeschrieben ist mindestens ein Zähler mit Rücklaufsperre. Die Menge des ins öffentliche Netz eingespeisten Stroms ist nur dann relevant, wenn ich die EEG-Vergütung haben möchte. Nutzen Sie aktuell einen normalen Zähler, das heißt einen Einrichtungszähler ohne Rücklaufsperre, dann muss er gegen einen sog. Zweirichtungszähler ausgetauscht werden. Ein Einrichtungszähler ohne Rücklaufsperre würde sich bei einer Einspeisung von erzeugten Strom ins öffentliche Netz rückwärts drehen und erbrachte Leistung unterschlagen. Es ist zwingend notwendig eingespeiste Energiemengen ins öffentliche Stromnetz zu erfassen und einen Zweirichtungszähler einzusetzen.

Wir beraten Sie hierzu gerne und übernehmen den professionellen Tausch der Zähler für Sie.

Ist ein Zweirichtungszähler vorhanden und die steckerfertige PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur sowie dem örtlichen Netzbetreiber angemeldet, ist eine Einspeisung ins öffentliche Stromnetz zulässig.

Ja. Bei bereits über 150.000 installierten Stecker-Solargeräten in Deutschland ist bisher kein einziger Fall von Sachschäden oder verletzten Personen bekannt geworden. Zugelassen sind nur normgemäß hergestellte und geprüfte Bauteile.

Die von uns verkauften und installierten Stecker-Solaranlagen erfüllen hohe Sicherheitsstandards. Zudem analysieren unsere erfahrenen Elektroniker bereits im Vorfeld alle Gegebenheiten und beraten Sie ausführlich, bevor Sie die Stecker-Solargeräte fachgerecht und sicher bei Ihnen montieren.

In den meisten Fällen bedarf es der Zustimmung des Vermieters/der Vermieterin bei Mietwohnungen oder -häusern oder einer Mehrheit bei der Wohneigentümerversammlung bei Eigentumswohnungen. Wir empfehlen eine rechtzeitige Abklärung und unterstützen Sie gerne mit hilfreichen Informationen und Unterlagen.